Maserati

Der Quattroporte aus dem italienischen Hause Maserati hat Geschichte geschrieben.
Der agile Viertürer wurde zum Prototyp der Sportlimousine.
Im Bereich Elektronik war Maserati noch nie ein großer Innovator.
Doch jetzt zieht man mit dem Facelift technologisch nach.

 

1963 brachte Maserati den flotten Viertürer zur Welt. 55 Jahre später präsentieren die Italiener ein technisch aufgefrischtes Modell.
Nach dem kleineren Bruder Ghibli und dem SUV Levante ist die große Limousine nun das dritte Modell im Bunde, das Maserati einer technologischen Frischzellenkur unterzogen hat. Mit dem optimierten Fahrwerk, zeitgemäßen Fahrassistenten und Voll-LED-Leuchten gehört der aktuelle Quattroporte noch nicht zu den Technologieführern in der großen weiten Welt des Automobils, doch in puncto Modernität schließt er immerhin souverän oben auf und muss sich hinter der  ausländischen – vor allem deutschen – Premium- Konkurrenz nicht verstecken.

Er besitzt nun alles, was der anspruchsvolle Fahrer an Technik in einem Luxuswagen erwarten
kann. Und der Quattroporte hat noch ein zusätzliches Ass im Ärmel: die sportliche Eleganz italienischer Machart, den mediterranen Zauber, der auch auf alpinen Pisten seine Wirkung nicht verfehlt. Was die Fahrleistungen anbelangt, liefern die Spitzenmodelle des V6-Motors Quattroporte S und S Q4 jetzt 316 kW/430 PS und 580 Nm maximales Drehmoment,
15 kW/20 PS und 30 Nm mehr als bisher. Die erhöhte Motorleistung führt zu einer Höchstgeschwindigkeit von 288 km/h und einer etwas stärkeren Beschleunigung.
Groß sind die Steigerungen allerdings nicht. Der Quattroporte S benötigt 5,0 Sekunden, um von
0 auf 100 km/h zu kommen (vorher: 5,1 Sekunden), während der Quattroporte S Q4 mit dem Allradantrieb Q4 im gleichen Sprint nur 4,8 Sekunden benötigt (zuvor 4,9 Sekunden).

 

Beim Interieur werden Stil und Luxus großgeschrieben, insbesondere bei der Modell-Variante „Gran Lusso“. Dort vollführen auf den Sitzen Nappaleder und Seide aus dem italienischen Mode- und Weberhaus Ermenegildo Zegna ein stoffliches Pas de deux (Schritte zu zweit).
Wer es optisch sportlicher mag, greift vielleicht zum „Gran Sport“, der von außen wirkt wie von schwarzem Klavierlack überzogen.
Im Innenraum des Fahrzeugs glühen blutrote Ledersitze – das wiederum ist ein bisschen Geschmackssache.
Üppig ist auch die Motorenpalette – vom sparsamen Diesel mit V6-Motor über den Benziner mit Allrad bis hin zum wunderbar anachronistischen V-8-Aggregat mit GTS mit 3,8 Liter Hubraum und 390 kW/530 PS (Beschleunigung: 4,7 Sekunden von 0 auf 100, Spitzengeschwindigkeit: 310 km/h).
Aber bereits der „kleinste“ Benziner des Quattroporte besitzt eine gewisse Grandezza mit seinem drei Liter umfassenden V6- Motor und 257 kW/350 PS. In 5,5 Sekunden erreicht er Tempo 100 – nicht schlecht für den Anfang.