Museum Folkwang erweitert die dauerhaften Ausstellungsräume

Essen.
Das Untergeschoss des Museum Folkwang in Essen wird zum dauerhaften Präsentationsort für die Fotografie. Werke aus den Beständen der Fotografischen Sammlung sollen hier mit Neuerwerbungen in einen visuellen Dialog treten. Unter dem Titel „Die Fotografische Sammlung zeigt“, werden ab dem 19. Juni gleich zwei neue Ausstellungen im Untergeschoss des Museums zu sehen sein. Auf eine Eröffnungsveranstaltung wird in diesem Jahr jedoch verzichtet.
 
In der Ausstellung 21.lettres.a.la.photographie@gmx.de wird ein einzigartiges konzeptuelles Mailart-Projekt präsentiert. Über mehr als zehn Jahre hinweg haben sich anonyme Absender an die Repräsentanten der deutschsprachigen Fotografie Szene gewandt. Insgesamt erhielten Fotoinstitute 21 Briefe mit je einem Inhalt: Ein schwarz-weiß bedrucktes und gefalztes Blatt Papier, mit fotografischen Aufnahmen, scheinbar kontextlos zusammengesetzt. Macher und Intention unklar. Nur ein bunter Stempel deutet auf den immer gleichen Adressaten hin. Nun werden alle 21 Briefe, erstmals öffentlich, Werken der Fotografischen Sammlung gegenübergestellt. Die Ausstellung soll zum Nachdenken über den Glauben an zeitgenössische fotografische Autorenschaft anregen.

Jens Klein. Ohne Titel, aus der Serie Sunset, 2019. Zu sehen in der Ausstellung 21.lettres.a.la.photographie@gmx.de im Museum Folkwang.

Zudem zeigt das Museum Folkwang in Zusammenarbeit mit der Wüstenrot Stiftung Fotografische Werke, welche im Rahmen der Dokumentarfotografie Förderpreise 12 entstanden sind. Junge Künstlerinnen und Künstler zeigen ihre Positionen zu der politischen und sozialen Verfasstheit der Welt. Die Ausstellung Dokumentarfotografie Förderpreise 12: Kasners, Kim, Klein, Steffens zeigt vier fotografische Projekte, welche sich mit gesellschaftspolitischen relevanten Fragen der Gegenwart auseinandersetzten.
 
Zu sehen sind beide Ausstellungen vom 19. Juni bis zum 8. November 2020. Weitere Informationen gibt es unter museum-folkwang.de.

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