Düsseldorf Festival! 2024 – Das sind die Highlights im Programm

Das Düsseldorf Festival geht in diesem Jahr zum 34. Mal an den Start – und wieder gibt es ein Programm, das überrascht, berührt, mitreißt, zum Nachdenken und sogar zum Träumen anregt.

Zu den großen, internationalen Produktionen im Theaterzelt gesellen sich auch in diesem Festivaljahr regionale Neuentdeckungen, Highlights aus der klassischen Musik – und Spielorte, die es so noch nicht gab. Das sind die Highlights: 

Zum Eröffnungskonzert von Chor und Orchester der Kirche St. Andreas am 12. September steht – seit Dirigent Martin Fratz 2014 sein Amt als Leiter des Andreaschores antrat – zum zweiten Mal Mozarts Requiem im Zentrum. Das Werk blieb unvollendet, da Mozart während der Fertigstellung starb. Fratz löst diesmal die Frage, wie das Fragment sinnvoll zu ergänzen ist, mit einer eigenen „Wunsch-Edition“ aus den Instrumentationen und Vervollständigungen derMozart-Schüler Joseph Eybler und Franz Xaver Süßmayr sowie des Münchener Mozart-Forschers Franz Beyer.

Die toxische, von Eifersucht und Auseinandersetzung geprägte Beziehung zwischen Ingeborg Bachmann und Max Frisch inspirierte das Programm „Love reacts only“ des Rothko String Quartet. Am 14. September steht die Liebe also im Mittelpunkt, auf sieben Briefe Bachmanns finden die Mitglieder des Ensembles musikalische Antworten, die im Maxhaus erklingen.

Auch in der Theaterbar wird in diesem Jahr wieder eine Bühne geboten – am 16. September für DJane Ka-Raba und Lukas Akintaya am Schlagzeug. Das Projekt „Healing Beats“ stellt ebendiese in den Fokus – Rhythmen, die heilen, die beleben, die das Bewusstsein erweitern. Die beiden Musiker*innen spüren mit Fieldrecordings, Ambient Music und Beats heilsamen Rhythmen in rituellen Kontexten nach.

Die wohl schönste Konzert-Aussicht der Stadt gibt es im Skydeck im Sign am Medienhafen! Die ukrainische Sängerin Ganna Gryniva verbindet Jazz-Elemente mit Folklore, Klassik und experimenteller Musik. Auf ihrem aktuellen Album„Kupala“ arbeitet sie mit Loops, Samples und Electronics. Zu hören am 17. und 18. September.

Stammgast beim Festival ist das Theaterkollektiv Pièrre.Vers. Nach seinem vierteiligen Zyklus „Historification“ und der Auseinandersetzung mit NS- Verbrechen in Düsseldorf befasst sich das Theaterkollektiv mit rechter Gewalt und Bedrohungen für die Demokratie in Deutschland. In „Schaf sehen“ stehen Verschwörungstheorien im Vordergrund und die Frage, wie man mit jemandem spricht, der mit Argumenten nicht mehr zu erreichen ist? Zu sehen ist die Produktion vom 20. bis zum 22. sowie vom 27. bis zum 29. September im 34OST.

Auch ein neues Format gibt es beim diesjährigen Festival zu erleben: die DJ- Sessions! DJ Tourneur, eine feste Größe der hiesigen Elektro-Szene, und die ukrainische DJane Joy wechseln sich an den Turntables ab und verwandeln die Lobby des Ruby Luna Hotels am 20. September in einen Dancefloor.Das Klangkollektiv Düsseldorf hat sich vorgenommen, Oper und Konzert auf kurzweilige Art zu servieren – so auch am 21. September im Maxhaus. Das erfindungsreiche, dreiköpfige Ensemble verbindet in „Pausengespräche“ Schauspiel mit klassischer Musik – und präsentiert ein Konzertabenteuer. 

Und auch ein großes Sonderprojekt findet in diesem Jahr Platz im Festivalprogramm: Mit einer Deutschlandpremiere ist das Klangforum Wien erstmals zu Gast beim Düsseldorf Festival. Am 15. September in der Messe Düsseldorf, Halle 7A.
Das Klangforum Wien ist eines der Spitzenensembles der Neuen Musik.
Georg Friedrich Haas, der gerne als „Bruckner des 21. Jahrhunderts“ betitelt wird, komponierte für das Ensemble „11.000 Saiten“ – eine monumentale Konzertinstallation
von 50 jeweils mikrotonal, im Hundertsteltonabstand gestimmten Klavieren. Das Publikum erlebt ein existenzielles Hörabenteuer.

Tickets für alle Veranstaltungen und das ganze Programm sind unter tickets.duesseldorf- festival.de/ erhältlich.

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